Botanikwoche im Oberengadin

Montag bis Freitag

26.-30. Juli 2021

In dieser Woche geht es in die Höhe, auf 1'800 bis 3'000 müM. Dabei lernst du subalpine und alpine Lebensräume mit ihren typischen Pflanzenarten vertieft kennen und kannst mit etwas Glück auch Besonderheiten wie den Himmelsherold (Eritrichium nanum), das Gletscher-Fingerkraut (Potentilla frigida) und das Fleischrote Läusekraut (Pedicularis rostratospicata susp. helvetica) in voller Blüte bestaunen. Im Zentrum dieser Woche stehen subalpine Lärchen- und Arvenwälder, alpine Rasen, Schneetälchen, Quellfluren, Geröllhalden, Felsen und das Gletschervorfeld des Morteratschgletschers. Wir befinden uns mehrheitlich auf silikatischem Ausgangsgestein. Dabei stossen wir auf wahre Überlebenskünstler, dessen Strategien wir auch besprechen werden, denn, wie immer geht es nicht nur darum die Namen der Pflanzen zu erfahren, sondern vielmehr um ihre eindeutigen Erkennungsmerkmale, ihre Besonderheiten, um ihre ökologischen Ansprüche, und eben auch um ihre Überlebensstrategien.

Die Woche umfasst fünf Tage (inkl. Anreise- und Abreisetag) wovon wir uns an vieren auf botanische Exkursion begeben. Einer der fünf Tage steht zur freien Verfügung und kann nach individuellen Wünschen gestaltet werden. Sofern die Witterung mitspielt, gestaltet sich die Woche wie folgt:

  • Am Anreisetag stimmen wir uns botanisch ein. Wir erkunden die direkte Umgebung um unser Hotel und den nahegelegenen Nadelwald.
  • Am zweiten Tag steigen wir über die Waldgrenze hinaus, nicht zu Fuss, sondern mit der Bergbahn. Zuerst auf Corviglia, wo wir die Umgebung um den Lej Alv unter die Lupe nehmen und anschliessend auf den Piz Nair (3'022 müM), wo es für Pflanzen garstiger nicht sein könnte, es aber trotzdem etliche Polster in Blüte zu bestaunen gibt.
  • Auch an Tag drei geht es hoch hinaus, nämlich mit der Corvatschbahn von Surlej nach Corvatsch Mittelstation, wo wir uns auf einer Rundwanderung Geröllhalden, Felsen, Schneetälchen und Quellfluren widmen.
  • Tag 4 ist ein freier Tag. Die einen mögen vielleicht die nahegelegene und weltweit bekannte Val Trupchun im Schweizerischen Nationalpark besuchen, die anderen wiederum vielleicht lieber einen gemütlichen Tag an den Oberengadiner Seen einlegen.
  • Tag 5 ist dann schliesslich der letzte Tag, an dem wir einen botanischen Abstecher zum Morteratschgletscher unternehmen. Am späteren Nachmittag kehren wir zum Hotel zurück, holen unser Gepäck und reisen wieder in tiefere Lagen. Wer will kann seinen Aufenthalt selbstverständlich verlängern und noch etwas länger in der Höhe bleiben.

Programm

Mo, 26.7. | Anreise, ca. 12:00 Uhr gemeinsames Mittagessen/Picknick und erste botanische Exkursion

Di, 27.7. | Botanische Exkursion

Mi, 28.7. | Botanische Exkursion

Do, 29.7. | Tag zur freien Verfügung

Fr, 30.7. | Botanische Exkursion, Abreise um ca. 17:00, (Ankunft Zürich HB ca. 20:00 Uhr) oder verlängerter Aufenthalt (individuell).

Programmänderungen je nach Witterung vorbehalten.

 

Unterkunft

Wir verbringen die Woche in St. Moritz im Berghotel Randolins (mehr erfahren).

Kosten

CHF 1'200.- im Doppelzimmer

CHF 1'300.- im Einzelzimmer

Inklusiv: Botanische Exkursionen an 3.5 Tagen, 4 Nächte Halbpension mit reichhaltigem Frühstücksbuffet und 4-Gang-Abendmenu, Wellnessoase, Seminarraum, Parkplatz, Bergbahntickets und ÖV-Nutzung.

Exklusiv: An-/Rückfahrten, Mittagspicknicke und Zwischenverpflegung

 

Voraussetzungen für eine Teilnahme

  • Wir empfehlen Vorwissen über Fachbegriffe und Pflanzenfamilien mitzubringen (je Level 1, mehr erfahren). Idealerweise hast du bei uns vorgängig einen "Grundkurs Feldbotanik" besucht (mehr erfahren).
  • Trittsicherheit auf alpinen Wanderwegen (rot-weiss-rot)

 

Verfügbarkeit

noch 5 Plätze frei

 

Anmeldeschluss

Sonntag, 20. Juni, 2021

 

Leitung

Sonja Hassold, Biologin ETH Zürich (mehr erfahren)

und/oder

Constanze Conradin, Biologin ETH Zürich (mehr erfahren),

 

Weitere Informationen

  • Anzahl Teilnehmende: 5 bis max. 10
  • Exkursionsrouten: max. 8 km lang, max. 600 Höhenmeter
  • Ausrüstung/Mitnehmen: Der Witterung angepasste Kleidung, Wanderschuhe, Sonnen- und Regenschutz, Tagesrucksack, Mittagspicknick und Zwischenverpflegung (Einkaufsmöglichkeiten in St. Moritz), Lupe (kann ausgeliehen werden), Notizheft (empfohlen), eigene Literatur (optional), Feldstecher (optional), alles Nötige für 4 Übernachtungen
  • Änderungen vorbehalten