Gräser - erkennst du diese fünf?

Im Mai und Juni erscheinen sie wieder, die Gräser auf den Wiesen. Mit ihren langen schmalen Blättern und den unscheinbaren Blüten sehen sie eindeutig anders aus als die übrigen Blütenpflanzen. Und auch innerhalb der Gräser gibt es klare Unterschiede, auch wenn sie auf den ersten Blick alle gleich aussehen. Dank ihren Blütenständen lassen sich die häufigen und landwirtschaftlich bedeutenden Arten gut und einfach voneinander unterscheiden.

Kennst du die folgenden fünf Arten?

Das Bild lässt sich per Klick vergrössern.

In der Lösung weiter unten erfährst du, wie sie heissen, in welchen Wiesen sie wachsen und auf welche Merkmale du achten kannst, um sie selber erkennen zu können.

 

Die Lösung folgt in

 

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Lösung

1. Wiesen-Knäuelgras (Datctylis glomerata)

Zu finden in Fettwiesen & Kunstwiesen.

Zu erkennen an Knäueln, also Ährchen, die zu Knäueln zusammengezogen sind.

 

2. Mittleres Zittergras (Briza media)

Zu finden in Magerwiesen, odere an mageren Stellen in verschiedenen Wiesen (trocken oder feucht).

Zu erkennen an lockerem Blütenstand mit rundlichen und abgeflachten Ährchen (wie Linsen), diese im Durchmesser nur ca. 0.5cm.

 

3. Aufrechte Trespe (Bromus erectus)

Zu finden in Trockenwiesen.

Zu erkennen an lockerem Blütenstand mit grossen und begrannten Ährchen (> 1.5 cm lang).

 

4. Duftendes Ruchgras / Geruchsgras (Anthoxanthum odoratum)

Zu finden in Fettwiesen; schon früh im Jahr, eines der ersten Gräser mit Blütenstand.

Zu erkennen an dichtem, spindelförmigem Blütenstand.

 

5. Wiesen-Goldhafer (Trisetum flavescens)

Zu finden in Fettwiesen.

Zu erkennen an lockerem Blütenstand mit goldig glänzenden, ca. 0.7mm langen und begrannten Ährchen.

 

Hast du sie erkannt?

Erkennst du sie auch draussen?

Wir können dich nur ermuntern rauszugehen und die Gräservielfalt deiner Umgebung zu erkunden, denn es lassen sich wunderschöne Merkmale entdecken.

Kurzanleitung, um sich Gräsern anzunähern

Wenn du dir ein Gras anschaust, achte auf Folgendes:

 

1. Der Blütenstand

Ist er locker oder dicht?

 

2. Die Ährchengrösse / Ährchenlänge

Gross (>1.5 cm lang),

mittel (0.5-1.5 cm lang)

oder klein (<0.5 cm lang)?

Ährchen sind übrigens die einzelnen "Teile" in einem Blütenstand, die sich oft am Ende von dünnen Stielen befinden und sich einzeln lösen lassen. Je nach Grasart sind sie verschieden gross/lang. Von ca. 1 mm bis über 2 cm ist alles dabei.

 

3. Grannen

Hat es Grannen an den Ährchen? Oder nicht? Wenn ja, wieviele? Nur eine, zwei oder mehr?

Grannen sind übrigens borstenartige Fortsetzungen vorne an den Ährchen. Einfach formuliert: Borsten vorne an den Ährchen.

 

Wenn du Gräser mit diesem Ansatz anschaust, wirst du ihre Unterschiede erkennen können und dabei auch wunderschöne Details entdecken. Tipp: Schau bei Gelegenheit auch durch die Lupe.

Lust, mehr zu erfahren?

Mit uns lernst du die häufigen und landwirtschaftlich bedeutenden Wiesengräser ganz einfach kennen.

In Zürich, Basel und Scuol.

Hast du die fünf Arten schon selber entdeckt?

Schreib es uns gerne in die Kommentare. Wir freuen uns, zu erfahren, wo du welches Gras schon entdeckt hast. Vielleicht hast du eine spezielle Erinnerung daran? Oder ein lustiges Erlebnis? Oder ein Merkmal, das dir ganz speziell gefällt? Lass es uns gerne wissen. :-)

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Kommentare: 1
  • #1

    Walter Rosemarie (Samstag, 02 Mai 2026 07:45)

    Incredibel buna idea quist Botanarium ! Eu m‘allegr fingia da til nüzchar l‘inviern aint in stüva chauda !